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Das Projekt Ostenturm

Das Vorhaben

Der businessPARK Regensburg entwickelte die Idee, auf seinem Gelände direkt an der Osttangente einen multifunktionalen Büroturm als städtebauliche Dominante zu errichten. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Huber und Partner, Regensburg zu einem konkreten Planungskonzept weiterentwickelt .

Die Initiatoren bringen diese Projektidee auch als Beitrag zur Bewerbung Regensburgs als europäische Kulturhauptstadt 2010 ein.

Die Idee des Ostenturms als öffentlicher Prozess

Im Hinblick auf die Bewerbung Regensburgs als Kulturhauptstadt 2010 kann die Diskussion um dieses Bauvorhaben selbst als kultureller Prozess definiert werden. Durch Einbringen dieser Idee in die breite Öffentlichkeit kann Stadtgestaltung als kulturelle Dimension bewusster gemacht werden. Der Kulturbegriff selbst wird zum Diskussionsgegenstand. Im Rahmen dieses Prozesses könnte auch die Namensgebung für den Ostenturm diskutiert und gefunden werden(Ideenwettbewerb). Im positiven Fall könnte die Projektentwicklung zur Realisierung und Eröffnung bis zum Jahr 2010 führen.

Städtebauliche Aspekte - Stadterweiterung

Der Ostenturm liegt im Zentrum des businessPARK direkt anschließend an die Osttangente. Diese vierspurige Stadtautobahn wird von den Bundesstraßen B 8 und B 15 gekreuzt. Der Standort liegt vom Domplatz 3,2 km und von der Autobahnausfahrt Regensburg-Ost 1,4 km entfernt. Regensburg entwickelt sich wirtschaftlich Richtung Osten – Hafen, GVZ, BMW, Hiendl, IKEA, Siemens VDO und businessPARK sind hier stellvertretend zu nennen. Die Osttangente bildet dabei die Mittelachse, die Verkehrshauptschlagader. Voluminöseste Baukörper prägen diesen Straßenabschnitt. Derzeit sind hier die städtebaulichen Dominanten das Hochregallager von Siemens, Mischwerke und Öltanks in Donaunähe und etwas stadtnäher die Zuckerfabrik. Tausende von Menschen fahren hier täglich in die Stadt. Viele Besucher bekommen auf dieser Strecke ihren ersten Eindruck von Regensburg. Unmittelbar gegenüber dem Ostenturm an der Ostseite der Tangente entsteht das Entwicklungszentrum 2 von Siemens VDO und bietet einen städtebaulichen Bezug.
Das Stadtbild Regensburgs fordert an dieser so wichtigen Stelle geradezu einen ästhetischen Architekturpunkt, der die Herzen der Menschen anspricht.

Der Bezug zum Osten

Städtebaulich steht der Ostenturm mit seinen Kreissegmenten richtungsweisend in der Achse Dom, Ostengasse, Ostentor. Als Tor der Stadt an der Donau nach Osten. Weiter führt diese Linie Richtung Linz, Wien, Budapest, Donaudelta, Schwarzes Meer. In den meisten Städten siedelt sich Wirtschaft und Industrie im Osten an, im Westen das Wohnen. Der Osten wird gleichgesetzt mit Wirtschaft und Gewerbe und dabei meistens „antiästhetisch“ definiert. Ein zeitgemäßer Kulturbegriff umfasst alle Lebensbereiche, auch die Arbeits- und Wirtschaftswelt.
Eine kulturbewusste Stadtplanung muss daher den Osten und seine gewerblichen Bauten als positive, ästhetische Kulturträger einbeziehen.

Kultur im Turm

Der Büroturm stellt nicht nur als architektonisches, von außen sichtbares Zeichen eine Kulturleistung dar, sondern auch durch die Möglichkeiten, die dieser Turm als Innenraum bietet.

Aussichtsplattform

Regensburg hat keinen Aussichtsturm von dem aus das Stadtgebiet und die Umgebung mit dem Donautal, den Hügeln des Jura und Bayerischen Waldes weit über die Walhalla gefasst und überblickt werden kann. Für die Regensburger und die ständig zunehmende Zahl von Touristen wäre dies ein Anziehungspunkt, so dass der Regensburg-Besucher, dessen Besuchsschwerpunkt die Altstadt ist, nun auch im modernen Regensburg ein lohnendes Ziel hat. Es ist vorstellbar die oberste Etage als Aussichtsplattform mit kleinem Café zu widmen.

Der Glaube an die Machbarkeit dieses Projektes und der Optimismus auf eine prosperierende Stadtentwicklung Regensburgs ist an sich schon eine Kulturleistung, die etwas bewegen kann.

Von der Projektidee gehen sowohl kulturelle als auch wirtschaftliche Impulse für Regensburg aus.